Drogenfahnder aus Kempten mit Kokain erwischt
Polizist angeklagt

Archiv
Bayern
13.10.2014
8
0
Acht Monate nach der Verhaftung des Leiters der Drogenfahndung in Kempten ist gegen den Mann laut Medienberichten Anklage erhoben worden. Ihm werde unter anderem Drogenbesitz, Vergewaltigung und Körperverletzung vorgeworfen, berichtete der Bayerische Rundfunk nach gemeinsamen Recherchen mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Der Prozess gegen den Beamten könnte demnach im Winter vor dem Landgericht Kempten laufen.

Die zuständige Staatsanwaltschaft München I teilte auf Anfrage lediglich mit, die Ermittlungen gegen den Beamten seien abgeschlossen. Weitere Einzelheiten will die Behörde erst in der kommenden Woche mitteilen. Dieser spektakuläre Fall hatte im Februar für Schlagzeilen gesorgt. Nach einem Familienstreit hatte die Frau des Mannes die Polizei alarmiert. Danach wurden die Diensträume des Beamten durchsucht, dabei wurde eine größere Menge Kokain entdeckt. Nach den Medienangaben soll es sich um 1,8 Kilogramm handeln.

In ersten Ermittlungen gab der Beamte zu Protokoll, das Kokain zu Schulungszwecken besessen zu haben. Dies hielt die Staatsanwaltschaft aber für wenig glaubhaft. Wie der Mann an das Rauschgift gelangte, ist bis heute unklar. Bei dem Ehestreit soll der Mann seiner Frau laut BR und "Spiegel" ein Messer an den Hals gehalten haben und sie vergewaltigt haben. Nach der Tat suchte der Chef-Drogenfahnder, der später einräumte, Drogenkonsument zu sein, mit dem Auto das Weite.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.