Ermittlungen wegen roter Autonummern

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Bayern
03.02.2015
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Wegen mutmaßlicher Betrügereien mit Autokennzeichen sind zehn Nürnberger und Fürther Firmen ins Visier der Ermittler geraten. Die Zulassungsdienste sollen sich jahrelang mit gefälschten Vollmachten bei der Zulassungsstelle in Wiesloch bei Heidelberg per Fax Kurzzeitkennzeichen erschlichen haben, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am Montag. Später hätten die Zulassungsdienste die Kurzkennzeichen gewinnbringend an Dritte verkauft.

Auslöser für die Ermittlungen sei ein Anfangsverdacht der Nürnberger Zulassungsstelle gewesen. Mitarbeitern war bereits vor Jahren aufgefallen, dass immer weniger Kurzzeitkennzeichen für Probe-, Werkstatt- oder Überführungsfahrten in Nürnberg beantragt wurden. "Dafür fuhren immer mehr Autos mit Heidelberger Überführungskennzeichen in Nürnberg herum", berichtete Steffen Keßler, Leiter der Zulassungsstelle.

Baden-Württemberg hat inzwischen die elektronische Vergabe von Kurzzeitkennzeichen im Rhein-Neckar-Kreis gestoppt.
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