Erpressung mit Sex-Video: Angeklagter bekommt Jugendstrafe auf Bewährung
Fatales Schäferstündchen

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Bayern
15.09.2015
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Ein erotisches Date in einem Hotel am Bahnhof, heimliche Sex-Videos - und dann eine Erpressung. Ein 21-jähriger Kundenberater aus dem Raum München ist deshalb zu einer Jugendstrafe von 14 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Er muss zudem 2000 Euro Entschädigung an das Opfer zahlen und einen Kurs über korrektes Verhalten im Internet absolvieren. Das teilte das Amtsgericht München am Montag mit.

Der Mann hatte über das Internet eine 18-Jährige kennengelernt und an einem Bahnhof im Großraum von München getroffen. Dort mieteten die beiden auf Vorschlag des Täters ein Hotelzimmer für ein Schäferstündchen.

Mit dem Handy gefilmt

Dabei machte der Mann heimlich mit dem Smartphone Bild- und Video-Aufnahmen. Diese verschickte er an mehrere Leute, die das Video wiederum weiterleiteten. Schließlich wurde es auch im Internet veröffentlicht.

Etwa einen Monat nach dem ersten Treffen nahm der Täter erneut mit der Frau Kontakt auf, um sich mit ihr zu treffen. Dabei drohte er damit, das Video ihrem Vater zu schicken und ihr Leben zu zerstören, wenn sie nicht mit ihm ins Bett gehe. Nur dann werde er das Video löschen.
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