Erschöpfte G7-Gegner beenden Protest früher als erwartet - Polizei zufrieden
Vorzeitiger Abmarsch

Demonstranten verlassen das Protestcamp in Garmisch-Partenkirchen scharenweise unter den Blicken der Polizeibeamten. Bild: dpa
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Bayern
09.06.2015
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Früher als der G7-Gipfel ist der Protest der Gegner am Montag überraschend zu Ende gegangen. Nur knapp 100 statt der erwarteten 500 Demonstranten kamen zur Abschlusskundgebung in Garmisch-Partenkirchen. Das Aktionsbündnis "Stop G7 Elmau" sagte daraufhin den geplanten Protestmarsch durch den Kurort ab. "Weil wir gestern schon so viel gelaufen sind", sagte die Veranstaltungsleiterin Ingrid Scherf zur Begründung.

Viele Bewohner des Protestcamps am Ortsrand waren bereits am Sonntagabend abgereist. Diejenigen, die geblieben waren, erlebten eine regnerische Nacht. Etwa 300 Teilnehmer seien noch im Camp, sagte ein Polizist am Morgen. Am Mittag wurden die letzten Zelte abgebaut. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs von sieben wichtigen Industrienationen sollte am Nachmittag im benachbarten Elmau zu Ende gehen.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte vor Beginn des Gipfels gesagt, er rechne mit 2000 bis 3000 gewaltbereiten Demonstranten. Am Ende waren es aber viel weniger. 300 bis 500 Aktivisten in Garmisch-Partenkirchen seien "eindeutig gewaltbereite Autonome" gewesen, sagte Polizeisprecher Hans-Peter Kammerer. Es habe "keine nennenswerten Störungen" gegeben. Die Polizei habe durch ihre massive Präsenz deutlich gemacht: "Wer nicht friedlich demonstriert, könnte danach ein Problem bekommen." Nach Angaben Kammerers wurden acht Polizisten verletzt, einer von ihnen schwer. Dieser habe bei der Demonstration am Samstag Feuerlöschpulver eingeatmet. 72 Menschen seien vorübergehend in Gewahrsam genommen worden.
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