Fall Ursula: Bruder fordert Schmerzensgeld

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Bayern
23.02.2015
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Einer der spektakulärsten Kriminalfälle in der Geschichte der Bundesrepublik, die Entführung der kleinen Ursula Herrmann vor 34 Jahren, könnte in einem Prozess neu aufgerollt werden. Die Zehnjährige war 1981 am Ammersee verschleppt und in einer Holzkiste vergraben worden. Das Mädchen erstickte darin qualvoll. Gegen den in Augsburg zu lebenslanger Haft verurteilten 64 Jahre alten Täter sei nun eine Schmerzensgeldklage aus Herrmanns Familie eingereicht worden, berichtet die "Augsburger Allgemeine". Walter Rubach, der Verteidiger des 64-Jährigen, sagte, dass Ursula Herrmanns Bruder 20 000 Euro verlange. Das Augsburger Landgericht bestätigte den Eingang der Zivilklage, einen Verhandlungstermin in dem Verfahren gebe es aber noch nicht.

Der Entführer des kleinen Mädchens war erst fast drei Jahrzehnte nach der Tat überführt und ebenfalls vom Landgericht in Augsburg nach einem mehr als einjährigen Mammutprozess wegen erpresserischen Menschenraubes mit Todesfolge verurteilt worden. Erst nach so langer Zeit konnten Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes an einem Tonbandgerät eine Spur sichern, die zu den alten Erpresseranrufen passte.
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