Feuer in Sägewerk in Schwarzenbach am Wald - Feuerwehr kämpft mehr als 10 Stunden
Feuerhölle im Sägewerk

Hunderte von Feuerwehrleuten versuchen in der Nacht zum Sonntag bei Schwarzenbach am Wald (Kreis Hof) das Großfeuer in einem Sägewerk zu löschen. Starker Funkenflug steckte auch einen benachbarten Wald in Flammen. Erst am Sonntagvormittag war das Feuer weitgehend unter Kontrolle. Bild: dpa
Archiv
Bayern
24.08.2015
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Mehr als zehn Stunden dauerte es, bis die Feuerwehr am Sonntag ein Großfeuer in einem Sägewerk bei Hof unter Kontrolle gebracht hatte. Trotz des Einsatzes von 700 Helfern und vier Polizeihubschraubern war kaum noch etwas zu retten.

(dpa/räd) Der Großbrand in einem Sägewerk im oberfränkischen Schwarzenbach am Wald (Kreis Hof) hat nach ersten Schätzungen der Polizei einen Schaden in Höhe von 20 bis 25 Millionen Euro verursacht. Verletzt wurde aber niemand. Mehrere Firmengebäude brannten aus bislang ungeklärten Gründen in der Nacht zum Sonntag komplett nieder, wie ein Polizeisprecher sagte. Ein Wohnhaus blieb von den Flammen verschont. Der Besitzer des Sägewerks erlitt einen Schock.




Katastrophenalarm

Ein Autofahrer hatte das Feuer in einer der Holzlagerhallen am Samstag gegen 23 Uhr bemerkt und den Eigentümer sowie die Feuerwehr alarmiert. Kurz nach 4 Uhr am Sonntagmorgen, rief das Landratsamt Hof den Katastrophenfall aus. Erst gegen 10 Uhr war das Großfeuer, das durch enormen Funkenflug auch auf einen angrenzenden Wald übergriff, unter Kontrolle. Zeitweise mussten deshalb Häuser eines benachbarten Ortes evakuiert werden.

Seit Sonntagmorgen unterstützen insgesamt vier mit Löschwasserbehältern beziehungsweise einer Wärmebildkamera ausgerüstete Polizeihubschrauber die Feuerwehren aus dem Kreis Hof und den benachbarten Landkreisen. Polizei und Feuerwehr gingen am Sonntagnachmittag davon aus, dass die Nachlöscharbeiten bis in den frühen Montagmorgen dauern könnten. Der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär verschaffte sich einen Überblick am Brandort.

Hunderte Meter lang

"Der Komplex an aneinandergereihten Lager- und Werkshallen auf dem Areal des Firmengeländes wurde durch das Feuer komplett vernichtet und ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt", berichtet der Bayreuther Polizeisprecher Alexander Czech. Die Brandstelle erstrecke sich auf einer Länge von mehreren hundert Metern entlang einer Staatsstraße 2211. Ein Übergreifen der Flammen auf eine abgesetzte Werkstatt sowie auf ein Verwaltungsgebäude und ein weiteres Holzlager konnten die Feuerleute aber verhindern.

Kriminalbeamte aus Hof nahmen noch in der Nacht die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache auf. Bis Sonntagnachmittag konnten sie die Ruine aber wegen der Löscharbeiten und Einsturzgefahr noch nicht betreten.
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