Forstminister Helmut Brunner legt Waldbericht vor
Heftige Hitzeschäden

Den bayerischen Wäldern ist der trockene Sommer nicht gut bekommen. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) hat am Montag aktuelle Zahlen zum Zustand der Forsten veröffentlicht. Archivbild: dpa
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Bayern
03.11.2015
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Der trockene und heiße Sommer hat den bayerischen Wäldern zugesetzt. Das geht aus dem aktuellen Waldbericht hervor, den Forstminister Helmut Brunner am Montag veröffentlicht hat. Demnach hat sich der Anteil deutlich geschädigter Bäume heuer von 22,9 auf 24,3 Prozent erhöht. Vor allem der Zustand bereits vorgeschädigter Bäume hat sich weiter verschlechtert. Auf der anderen Seite des Spektrums blieb der Anteil an Bäumen ohne Schadensmerkmale mit 31,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr konstant.

Besonders unter der Witterung haben laut der Auflistung die Kiefern gelitten, während sich der Zustand der Tannen sogar leicht verbesserte. Bei den Laubbäumen gab es vor allem bei Buchen und Eichen deutliche Verschlechterungen. In Oberfranken und der Oberpfalz lag der mittlere Nadel- und Blattverlust - an den in die Statistik eingehenden Waldinventurpunkten - größtenteils im Bereich der schwachen Schäden von bis zu 25 Prozent. Lediglich im Oberpfälzer Jura, im Nördlichen Bayerischen Wald sowie im Fichtelgebirge und im Frankenwald wurden an einzelnen Inventurpunkten bis zu 40 Prozent gemessen.

Minister Brunner geht davon aus, dass die Folgen des diesjährigen Sommers den Bäumen noch länger zu schaffen machen werden. Es sei mit "Zuwachs- und Vitalitätsverlusten" zu rechnen. Diese Auswirkungen würden sich erst in den kommenden Jahren voll bemerkbar machen. In vielen Regionen Bayerns hätten die Waldbäume heuer frühzeitig ihr Laub und teilweise sogar ganze Äste abgeworfen, um den Wasserverlust zu begrenzen. Dies habe die Bäume viel Energie gekostet und mache sie anfälliger für Schädlinge, erklärte Brunner. Er gehe aber davon aus, dass selbst stark in Mitleidenschaft gezogene Waldbäume im nächsten Jahr wieder austreiben. Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Knospen vital seien.
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