Freude und Trauer im Zoo

Die kleinen Sibirischen Tiger Volodya (links) und Aljoscha erkunden spielerisch ihr Gehege im Tiergarten in Nürnberg. Bild: dpa
Archiv
Bayern
05.09.2015
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Zwei Tiger-Babys im Nürnberger Zoo tapsen nun bald auch öffentlich durch das Gehege. Zwei Panda-Junge dagegen müssen nun ohne ihre überraschend verendete Mutter klarkommen.

Freude und Trauer im Nürnberger Tiergarten: Der Nachwuchs bei den Sibirischen Tigern entwickelt sich prächtig. Ein Panda-Weibchen dagegen ist aus bislang unbekannter Ursache gestorben. Zwei Jungtiere müssen nun mit der Hand aufgezogen werden.

Raubtierhaus wieder offen

Das am 6. Juli geborene Tiger-Brüderpaar Aljoscha und Volodya wurde am Freitag der Öffentlichkeit präsentiert. Nun sollen die tapsigen Nachwuchs-Tiger langsam an Besucher gewöhnt werden. Von diesem Montag an werden wieder Kleingruppen in das bislang geschlossene Raubtierhaus gelassen, damit sich die jungen Tiger an Publikum gewöhnen und das Haus wieder regulär geöffnet bleiben kann.

Inzwischen wiegen die Tiger-Kinder bereits 9,1 und 8,3 Kilogramm. Für die vier Jahre alte Mutter Katinka sind es die ersten Jungtiere. Sie ziehe ihren Nachwuchs mit großer Gelassenheit auf und kümmere sich vorbildlich, betonte die Tiergartenleitung. Tigervater ist der dreijährige Samur, der seit November 2013 in Nürnberg lebt.

Sorgen bereiten den Tierpflegern dagegen zwei Panda-Junge. Ihre Mutter Patna wurde am vergangenen Samstag tot im Gehege gefunden. Noch am Vortag habe sich das fünf Jahre alte Tier völlig unauffällig verhalten, habe normal gefressen und sei herumgelaufen, sagte Tierärztin Katrin Baumgartner. Sie bestätigte damit einen Bericht der "Nürnberger Nachrichten". Der Körper des Tiers weise auch keine Verletzungen auf. Per Obduktion will der Zoo nun die Todesursache herausfinden.

Panda in kritischer Phase

Die zwei Monate alten Jungtiere seien in einer kritischen Phase, weil sie langsam auf feste Nahrung umgestellt werden. Sie bekommen nun erst einmal Welpenmilch und würden regelmäßig gewogen. "Sie haben es aber erstaunlich gut angenommen und wir hoffen, dass es gut weiterläuft", sagte Baumgartner.
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