Fünf Jahre Gefängnis für ehemaligen NKD-Manager
Geiselnahme geplant

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Bayern
16.07.2015
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Wegen Verabredung zur Geiselnahme ist ein früherer Manager der Textilkette NKD zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Hof sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass der Mann Entführungspläne gegen einen Richter geschmiedet hatte - und zwar aus dem Gefängnis heraus, als er wegen des Vorwurfs der millionenschweren Untreue in Untersuchungshaft saß.

Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass der 39-Jährige damit einen Freispruch in dem Untreueverfahren erzwingen wollte. Er habe zwei Mithäftlinge damit beauftragt, ihre Kontakte in die kriminelle Szene spielen zu lassen und die Tat ausführen zu lassen. Die Mitgefangenen hatten den Angeklagten schwer belastet. Der angeklagte Manager beteuerte vor Gericht stets seine Unschuld.

In dem Untreueverfahren, das im März 2014 begonnen hatte, war er vor wenigen Monaten zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Demnach hatte er seinen früheren Arbeitgeber NKD mit Hauptsitz in Bindlach (Landkreis Bayreuth) um 3,7 Millionen Euro geprellt. Beide Urteile sind aber noch nicht rechtskräftig.
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