Funkanalyse: Bayern hören fast vier Stunden täglich Radio - Ramasuri, Radio Galaxy und OTV mit ...
Oberpfälzer Lokalsender punkten

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Bayern
01.07.2015
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(dpa/tos) Das Radio bleibt fester Bestandteil im Alltag der Menschen in Bayern. Jeden Tag hören sie im Schnitt fast vier Stunden lang eines der privaten oder öffentlich-rechtlichen Programme. Wie die am Dienstag in Nürnberg veröffentlichte Funkanalyse für 2015 ergab, ging die durchschnittliche Hördauer im Vergleich zum Vorjahr nur um acht Minuten zurück. 3,2 Millionen Menschen oder 86 Prozent der bayerischen Bevölkerung ab zehn Jahren hören an einem durchschnittlichen Werktag Radio. (2014: 89 Prozent).

Über 300 000 Menschen hören Radio Ramasuri und Radio Galaxy. Beide Sender steigerten damit ihren weitesten Hörerkreis noch einmal deutlich. Damit gehören die Oberpfälzer Radioprogramme erneut zu den meistgehörten Lokalsendern in ganz Bayern. Das beliebteste Radioprogramm im Freistaat bleibt Antenne Bayern. Durchschnittlich 3,8 Millionen Hörer oder 34 Prozent der Bayern schalten den landesweit empfangbaren Privatsender an einem Werktag ein. Vor einem Jahr waren es knapp 36 Prozent. Beliebteste Sender des Bayerischen Rundfunks waren Bayern 1 mit 26,6 Prozent (Vorjahr: 26,8 Prozent) und Bayern 3 mit 21,9 Prozent (23,8 Prozent).

OTV: 9,9 Prozent Zuwachs

Die lokalen Fernsehprogramme in Bayern haben täglich 879 000 Zuschauer ab 14 Jahren - und damit 42 000 mehr als im vergangenen Jahr. Dieser Zuwachs ist vor allem auf die Verbreitung von digitalem Satellitenfernsehen zurückzuführen. Oberpfalz TV bleibt dabei weiter einer der beliebtesten Fernsehsender. Einen deutlichen Zuwachs von 9,9 Prozent verzeichnete OTV bei den "Sehern gestern". Aktuell sehen so 67 000 Zuschauer täglich das Programm. Regelmäßig tun dies sogar 169 000 Zuschauer (Weitester Seherkreis). Gemessen an der Größe des Sendegebietes ist OTV mit diesem Wert die Nummer zwei unter den bayerischen Lokalfernsehstationen.

"Insgesamt ist es erfreulich, dass es den lokalen Radioangeboten in Bayern gelungen ist, ihre Wettbewerbsposition im Wesentlichen zu halten", sagte der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), Siegfried Schneider, zur Eröffnung der Lokalrundfunktage in Nürnberg. "Dank einer stabilen Hördauer konnten die lokalen Stationen ihren Marktanteil trotz eines leichten Reichweitenrückgangs steigern."

Das Internet nutzen die Bayern privat im Schnitt rund 50 Minuten am Tag. Ferngesehen wird durchschnittlich 3,8 Stunden lang. Bei den jüngeren Leuten (14 bis 19 Jahre) verschiebt sich die Mediennutzung: Das Netz mit einer Nutzungsdauer von 130 Minuten ist das am längsten genutzte Medium. Für die Funkanalyse wurden knapp 39 000 Menschen ab zehn Jahren in Bayern befragt.
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