Funkenfeuer sollen Winter austreiben

Die Funkenfeuer, die am Wochenende im Allgäu symbolisch den Winter austreiben sollen, haben einen schweren Job. Laut Wetterbericht kommt nach frühlingshaftem Wetter am Freitag am Wochenende der Winter zurück: In der Nacht zum Sonntag werden im Alpenraum wieder bis zu zehn Zentimeter Neuschnee erwartet. Bild: dpa
Archiv
Bayern
21.02.2015
2
0
Mit weithin sichtbaren, helllodernden Funkenfeuern wird am Wochenende in zahlreichen Orten im Allgäu symbolisch der Winter ausgetrieben. Die meisten der meterhohen Holzstapel werden am sogenannten Funkensonntag - dem Sonntag nach Aschermittwoch - bei Einbruch der Abenddämmerung angezündet. Zu dem geselligen Spektakel, das jedes Jahr neben der Dorfbevölkerung auch viele Touristen anzieht, gehört der Verkauf von heißen Getränken und der "Funkenküchle", einem süßen Schmalzgebäck. Die Vorbereitungen für das traditionelle Brauchtum zu Beginn der Fastenzeit sind aufwendig und erfordern bauliches Geschick. Vielerorts werden die auf Bergen und Anhöhen aufgebauten Holzstapel von einer "Funkenhexe", einer lebensgroßen, aus Stroh und Stoff gefertigten Puppe gekrönt. Geht die Hexe in Flammen auf, ist der Höhepunkt erreicht. Der Brauch geht auf einen heidnischen Kult zur Vertreibung des dunklen und kalten Winters zurück.
Weitere Beiträge zu den Themen: Themen des Tages (14863)Kempten (52)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.