Geldstrafen für Chefs von Möbel Inhofer

August Inhofer, Senior-Chef des Möbelhauses Inhofer. Bild: dpa
Archiv
Bayern
15.10.2015
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Die Chefs des schwäbischen Möbelhauses Inhofer sind am Mittwoch wegen Sozialbetrugs zu Bewährungsstrafen und hohen Geldstrafen verurteilt worden. Die Mitglieder der Familie Inhofer hatten Mitarbeiter als Scheinselbstständige beschäftigt und die Kassen um die Sozialversicherungsbeiträge geprellt. Der Schaden liegt nach Angaben des Landgerichts Augsburg bei rund einer Million Euro. Firmengründer August Inhofer wurde von der Strafkammer zu einer Bewährungsstrafe von elf Monaten und zu einer Geldstrafe von eineinhalb Millionen Euro verurteilt. Der heutige Geschäftsführer des Möbelhaus, Edgar Inhofer, erhielt ein Jahr und zehn Monate zur Bewährung und muss eine halbe Million Euro zahlen.

Das Gericht blieb damit deutlich unter den Anträgen der Staatsanwaltschaft, die Strafen von bis zu dreieinhalb Jahre Haft verlangt hatte. Der Vorsitzende Richter hielt den Angeklagten zugute, dass sie ein Geständnis abgelegt haben. Auch die Untersuchungshaft von Edgar Inhofer wirkte sich strafmildernd aus. Der Prozess hatte schon vor seinem Beginn auch für politische Schlagzeilen gesorgt. Bayerns frühere Justizministerin Beate Merk (CSU) war vorgeworfen worden, sie habe sich in die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eingemischt.
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