Geschäfte mit künstlicher Befruchtung

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Bayern
05.11.2015
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Der ehemalige Leiter des Kinderwunsch-Informationszentrums Deutschland ist wegen Beihilfe zur missbräuchlichen Anwendung von Fortpflanzungstechniken zu 2800 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Der Entscheidung des Münchener Amtsgerichts vom Mittwoch lag eine Absprache zwischen den Beteiligten zugrunde. Der angeklagte Kaufmann hatte seinen Einspruch gegen einen Strafbefehl auf dessen Höhe beschränkt - ursprünglich sollte er 75 000 Euro zahlen. Damit habe er dem Amtsgericht die Vernehmung von 19 Ärzten und vielen Frauen erspart, lobte Richter Gerhard Simon. "Für ein Amtsgericht wäre ein solches Verfahren kaum zu bewältigen."

Die Staatsanwaltschaft hatte dem 63-Jährigen vorgeworfen, Frauen aus Deutschland im Ausland künstliche Befruchtungen mit bis zu 18 befruchteten Eizellen vermittelt zu haben. Das deutsche Embryonenschutzgesetz untersagt eine Therapie, bei der innerhalb eines Behandlungszyklus' mehr als drei Embryonen entstehen. Im Ausland sind es zum Teil deutlich mehr.
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