Gewitter sorgen für Abkühlung

Nur vorübergehend bleiben Bierbänke und -gärten in Bayern leer. Ab Mitte der Woche wird es wieder schöner und die Temperaturen sollen auf bis zu 28 Grad klettern. Bild: dpa
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Bayern
17.08.2015
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Nach tagelangen Höchstwerten von mehr als 35 Grad haben Gewitter der Hitzewelle erst einmal ein Ende gesetzt. Auf Blitz und Donner folgte Dauerregen - ein Hauch von Herbst nach wochenlangem Rekordsommer.

Das Schwitzen hat ein Ende. Gewitter mit teilweise kräftigen Regenschauern und Hagel haben der Gluthitze im Freistaat erst einmal ein Ende bereitet. Zwar fielen die Gewitter am Wochenende deutlich gemäßigter aus als befürchtet. Für einen kräftigen Temperatursturz reichte es aber allemal.

Sommerliche 28 Grad

Zudem setzte am Sonntag Dauerregen der anhaltenden Trockenheit ein Ende. Entwarnung angesichts der langen Trockenperiode wollte der Deutsche Wetterdienst aber nicht geben. "Das Niederschlagsdefizit kann so schnell nicht ausgeglichen werden", erklärte ein Meteorologe.

Auch zum Wochenstart soll es wechselhaft und kühl weitergehen. "Die Hitzewelle ist jetzt wirklich erst einmal vorbei", sagte der Wetter-Experte. Von der Wochenmitte an soll es im Freistaat aber wieder schöner werden. Bei zunehmend sonnigem Wetter sei dann auch mit Höchstwerten von sommerlichen 28 Grad zu rechnen.

Vor allem das Allgäu und Oberbayern waren bereits am Freitagabend von teilweise kräftigen Gewittern heimgesucht worden. Dabei kam es neben starken Regenschauern vereinzelt auch zu Hagel. Größere Schäden wurden aber nicht bekannt. Später zog die Gewitterfront über die Oberpfalz hinweg. In den Landkreisen Regensburg, Cham, und Amberg-Sulzbach kam es zu überfluteten Straßen und umgestürzten Bäumen. Auch hier gab es jedoch keine größeren Schäden.

Nach der tagelangen Hitze mit Höchstwerten von verbreitet mehr als 35 Grad sorgten die Gewitter für die ersehnte Abkühlung. Am Samstag wurden zwar noch 27 Grad etwa in Würzburg, Bamberg und Straubing gemessen. Am Sonntag war es mit dem Sommerwetter aber wirklich erst einmal vorbei: Bei Regenschauern wurden am Mittag nirgendwo mehr als 18 Grad registriert. Nur zur Erinnerung: Noch vor knapp eineinhalb Wochen war im unterfränkischen Kitzingen erneut der deutschlandweite Rekordwert von 40,3 Grad erreicht worden.

Drei junge Männer haben in einem Baggersee bei Schweinfurt eine Rentnerin vor dem Ertrinken gerettet. Die 80-Jährige hatte beim Schwimmen am Freitagabend plötzlich das Bewusstsein verloren und war untergetaucht, berichtete die Polizei am Samstag. Ihre 81 Jahre alte Begleiterin rief in dem See daraufhin laut um Hilfe. Die drei Männer am Ufer wurden aufmerksam und sprangen beherzt ins Wasser. Sie zogen die bewusstlose Frau aus dem Wasser und reanimierten sie. Die alte Dame kam in ein Krankenhaus.

Unwetter in Italien

Bei Badeunfällen sind am Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern zwei Männer gestorben. Ein weiterer Mann aus Brandenburg wurde aus der Ostsee gerettet und nach einer Reanimation in die Klinik nach Greifswald geflogen. Zwei Weitere wurden nach Angaben der Polizei in Neubrandenburg gerettet und ebenfalls schwerverletzt in Krankenhäuser gebracht.

Auch in vielen Teilen Italiens vermiesten Sturm und Gewitter Feriengästen das Wochenende. In Polen verursachte ein Gewittersturm in der Nacht zu Sonntag schwere Schäden, riss Bäume um und deckte Dächer ab. Rund 130 000 Haushalte waren vorübergehend ohne Strom.
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