Großeinsatz in Schlachterei

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Bayern
17.02.2015
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Großbrand in einer niederbayerischen Geflügel-Schlachterei. Mehr als zwölf Stunden lang stand eine große Werkhalle aus ungeklärtem Grund in Flammen. Der Sachschaden könnte weit mehr als zehn Millionen Euro betragen.

(dpa/al) Eine Schlachtanlage im niederbayerischen Bogen ist in Flammen aufgegangen. Fast 500 Feuerwehrleute aus drei Landkreisen versuchten, das Feuer zu löschen. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen bei mehr als zehn Millionen Euro.

Die Flammen hielten die Einsatzkräfte fast den ganzen Tag in Atem, die Löscharbeiten sollten sich bis in die Abendstunden ziehen. "Teile der Produktionshalle wie Zwischenwände und Dachteile sind bereits eingestürzt. Für weitere Gebäudeteile besteht Einsturzgefahr", berichtete die Polizei am Nachmittag.

Umbauarbeiten

Die Brandursache war zunächst unklar, die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. "Die Brandfahnder konnten die Werkhalle aber noch nicht betreten", erklärte Polizeisprecher Jürgen Wallmeier. In der Fabrik gab es laut Polizei gerade Umbauarbeiten, die Produktion sei vergangene Woche eingestellt worden. Ob die Arbeiten mit dem Brandausbruch etwas zu tun haben, war unklar. In der Halle im Ort Hofweinzier werden sonst Hähnchen geschlachtet. Nach Angaben des Unternehmens der PHW-Gruppe ("Wiesenhof") konnten sich die Mitarbeiter der Geflügelschlachterei in Sicherheit bringen, auch Tiere seien nicht umgekommen. Bundesweit arbeiten über 800 Landwirte mit "Wiesenhof" zusammen, darunter auch etliche aus der Region. "Wiesenhof" betreibt bundesweit 13 Schlachtereien und Verarbeitungsbetriebe.

Die hiesigen Lieferanten, deren Gockerln bisher zur Schlachtung nach Bogen kamen, warteten am Montag noch auf Nachricht von "Wiesenhof". Möglicherweise werden ihre Tiere künftig zur Schlachtung nach Möckern bei Magdeburg (Sachsen-Anhalt) umdirigiert. In der Einsatzzentrale des niederbayerischen Polizeipräsidiums in Straubing war gegen Mitternacht der Brand in der 2400 Quadratmeter große Werkhalle gemeldet worden. Als die Feuerwehr kurz darauf zu dem Unternehmen kam, standen schon große Rauchsäulen über dem Grundstück. Der Schaden wurde zunächst auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt. Wobei er möglicherweise noch deutlich über der Zehn-Millionen-Euro-Marke liegen könnte.
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