Gsell-Mord: Geständnis war frei erfunden
Autoschieber widerruft

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Bayern
10.10.2014
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Überraschung im neuen Prozess um den mysteriösen Tod des Nürnberger Schönheitschirurgen Franz Gsell: Ein vor neun Jahren verurteilter Autoschieber sagte vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth aus, sein damaliges Geständnis sei frei erfunden gewesen. Es habe damals gar keine Autoschieberei gegeben. Er sei am 5. Januar 2003, dem Tag, an dem Gsell überfallen und tödlich verletzt wurde, nicht in Nürnberg gewesen, sagte der 44-Jährige. Wegen Raubes mit Todesfolge angeklagt habe er vor einer langen Haftstrafe Angst gehabt. Und ließ sich auf einen Deal ein: Strafrabatt gegen Geständnis. Inzwischen stehen zwei andere Männer wegen Gsells Tod vor Gericht.
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