Holocaust-Zeitzeuge Hugo Höllenreiner gestorben
"Denkmal geschaffen"

Hugo Höllenreiner 2005 im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen in Oranienburg bei einer Gedenkveranstaltung für ermordete Sinti und Roma. Der 81-Jährige ist am Mittwoch in Ingolstadt gestorben. Archivbild: dpa
Archiv
Bayern
12.06.2015
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Der Holocaust-Zeitzeuge Hugo Höllenreiner ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 81 Jahren in Ingolstadt. "Mit seinem Wirken hat er ein Denkmal geschaffen, das die nachfolgenden Generationen lebendig halten müssen", sagte Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, am Donnerstag. Der Vorsitzende des bayerischen Landesverbands Deutscher Sinti und Roma, Erich Schneeberger, sagte, Höllenreiner habe bei zahlreichen Auftritten vor tausenden Schülern über den nationalsozialistischen Völkermord aufgeklärt. Als Neunjähriger war Höllenreiner am 8. März 1943 wegen seiner Zugehörigkeit zur Volksgruppe der Sinti in München verhaftet und mit Eltern, Geschwistern und anderen Verwandten in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert worden. Dort wurde er Opfer der Menschenversuche des KZ-Arztes Josef Mengele. In Auschwitz starben 36 seiner Angehörigen. Höllenreiner wurde später in die Konzentrationslager Ravensbrück, Mauthausen und schließlich Bergen-Belsen verlegt, wo er im Frühjahr 1945 befreit wurde.
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