Initiative gegen das Aussterben der Wanderschäferei
Schwindende Herden

Nicht nur in Bayern geht die Zahl der Schafherden immer weiter zurück. Die meisten Schäfer haben Mühe, mit ihrem Ertrag über die Runden zu kommen. Bild: dpa
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Bayern
11.06.2015
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Eine Initiative will das Aussterben der Wanderschäfer in Bayern verhindern. Acht Verbände und das bayerische Umweltministerium stellten am Mittwoch in Königsbrunn bei Augsburg eine Strategie vor, um den Schäfern ein besseres Einkommen zu sichern und den Beruf wieder attraktiv zu machen. Die Staatsregierung sichert zu, dass die Programme zur Förderung der Schäfer auch künftig über ausreichend Mittel verfügen. Zudem sollen die Schäfer dabei unterstützt werden, Lammfleisch und Wolle besser zu vermarkten. "Schafwolle wird nicht mehr gebraucht", sagte Schäfer Josef Hartl aus dem schwäbischen Mühlhausen. Zudem könnten die Schäfer kaum mehr günstiges Land pachten, weil die Flächen für Biogasanlagen gebraucht würden. Seit Jahren geht die Zahl der Schäfer in Deutschland wegen solcher Probleme zurück. Laut Agrarministerium sank die Zahl der größeren Schafherden im Freistaat seit 2003 von 317 auf zuletzt 242. Die Hüteschäfer kommen nach Angaben des Bundesverbandes der Berufsschäfer durchschnittlich kaum auf ein Einkommen von 1000 Euro pro Monat.
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