Kammer: Verharmlosung gefährdet Therapieerfolg
Ulvi K. muss in Psychiatrie bleiben

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Bayern
22.01.2015
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Die Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Bayreuth hat nach turnusmäßiger Prüfung die Fortdauer der Unterbringung von Ulvi K. in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Die Kammer legte den 8. Januar 2016 als nächsten Prüfungstermin fest.

Ulvi K. war im April 2004 wegen Mordes an der kleinen Peggy verurteilt und in einem Wiederaufnahmeverfahren 2014 frei gesprochen worden. Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern wurde er in der Psychiatrie untergebracht. Die Kammer geht auf Anraten eines Sachverständigen davon aus, dass von ihm nach wie vor eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht.

"Es sei derzeit noch nicht zu erwarten, dass Ulvi außerhalb des Maßregelvollzugs keine rechtswidrigen Taten mehr begehen wird", heißt es in der Begründung. Es galt zu berücksichtigen, dass es sich nicht etwa um "Doktorspiele", sondern um erhebliche Straftaten, auch unter Gewaltanwendung, handelte.
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