Karlsruhe verhandelt über Verurteilung
Härtere Strafe für Allgäuer Islamistin?

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Bayern
02.10.2015
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Der Bundesgerichtshof überprüft seit Donnerstag das Urteil gegen eine Islamistin aus dem Allgäu. Die Karlsruher Richter wollen klären, ob der Fall zum Teil neu aufgerollt und die Frau möglicherweise härter bestraft werden muss. Sie war im Januar 2014 mit ihren damals drei und sieben Jahre alten Töchtern nach Syrien gereist. Der BGH will sein Urteil am 27. Oktober verkünden.

In Syrien wurde die Allgäuerin die Zweitfrau eines "Gotteskriegers", der sich der Al-Nusra-Front angeschlossen hatte, dem syrischen Al-Kaida-Ableger. Das Landgericht München hatte sie nach ihrer Rückkehr wegen Kindesentziehung zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die Bundesanwaltschaft beantragte, den Fall zum Teil neu aufzurollen. Denn die obersten Ermittler wollen die 30-Jährige aus Immenstadt auch wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat verurteilt sehen. Schon im Münchner Prozess hatte die Staatsanwaltschaft deswegen drei Jahre Haft gefordert und war in Revision gegangen. Die Angeklagte war entgegen der Ankündigung ihres Anwalts nicht persönlich in Karlsruhe erschienen. Das ist das erste Mal, dass der BGH sich mit einem Fall sogenannter Rückkehrer befasst.
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