Kranke Lehrerin trägt mündliche Noten nicht ein
Nachprüfung statt Abi

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Bayern
14.03.2015
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Weil eine erkrankte und beurlaubte Lehrerin Prüfungsnoten nicht in das elektronische Notensystem eingetragen hat, müssen 65 Oberstufenschüler des Gymnasiums in Gilching (Kreis Starnberg) in die Nachprüfung. Schulleiter Peter Mayer bestätigte dies am Freitag.

"Die mündlichen Noten aus den Fächern Englisch und Geschichte liegen nicht vor", sagte Mayer. Es habe keine Möglichkeit gegeben, die Bewertungen zu beschaffen, auch ein rechtliches Vorgehen sei ausgeschlossen. Einen solchen Fall habe es zuvor noch nicht gegeben. Gegenüber der erkrankten Lehrerin gebe es dennoch keinerlei Schuldvorwürfe. Allerdings müssen nicht alle Schüler der Lehrerin in die Nachprüfung - lediglich die Elft- und Zwölftklässler.

"Das liegt daran, dass die Schüler der Oberstufe unbedingt die Noten in ihren Zwischenzeugnissen brauchen. Bei den anderen reicht das Jahreszeugnis", sagte der Schulleiter. Die Schüler werden nun pro Fach jeweils 15 Minuten geprüft, die Englischnoten sind laut Mayer bereits ermittelt. Für die Zwölftklässler kommt der Zeitpunkt denkbar ungünstig: Sie sind gerade mitten im Abiturstress. Der Schulleiter betonte aber, dass die Prüfungsfragen "fair gestellt werden".
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