Kröten auf Wandertour

Etwa einen Monat früher als üblich haben sich dieses Jahr Kröten und Molche auf den Weg zu ihren Laichplätzen gemacht. Archivbild: dpa
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Bayern
16.03.2015
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Pünktlich zu den ersten warmen Frühlingstagen verlassen in Bayern Hunderttausende Frösche und Erdkröten ihre Winterquartiere. Sie begeben sich bei der Überquerung von Straßen in Lebensgefahr.

Der Bund Naturschutz (BN) in Bayern warnte am Wochenende, dass allein in Bayern 700 000 Amphibien vom Straßentod bedroht sind. Besonders häufig kommen die wanderlustigen Tiere im Umfeld von Teichen und in Talauen vor, am aktivsten sind sie bei warmen Regenfällen.

Der BN bittet daher alle Autofahrer, in den kommenden Wochen besonders aufmerksam zu fahren. Um den Tieren zu helfen, werden landesweit 450 Straßenabschnitte von rund 6000 ehrenamtlichen Helfern betreut, unter anderem werden dort Amphibienzäune aufgebaut. Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) kündigte an, den Schutz der Amphibien im Freistaat verbessern zu wollen: "Artenschutz beginnt vor Ort." Mit vielen Maßnahmen werde den Tieren bereits geholfen.

So gebe es entlang von Bundes- und Staatsstraßen ein Amphibienschutzprogramm mit einer Reihe konkreter Maßnahmen. Dabei seien bisher mehr als 6 Millionen Euro eingesetzt worden. Weitere Investitionen in Millionenhöhe seien geplant.
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