Landgericht reduziert Haftstrafe um neun Monate - Besonders "haftempfindlich"
Hoeneß-Erpresser: Kürzere Strafe

Der Gesundheitszustand des mutmaßlichen Erpressers von Uli Hoeneß führte nun zu einer Reduzierung der Strafe. Bild: dpa
Archiv
Bayern
03.09.2015
28
0
Der Erpresser von Uli Hoeneß hat in einem neuen Prozess eine mildere Strafe bekommen. Das Landgericht München verurteilte ihn am Mittwoch zu drei Jahren Haft. Zugleich wurde der Haftbefehl gegen den 52-Jährigen gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Im Dezember hatte eine andere Kammer des Landgerichts ein Strafmaß von drei Jahren und neun Monaten verhängt. Der Bundesgerichtshof hatte dieses Urteil als zu hart aufgehoben.

Der Angeklagte hatte gestanden, Uli Hoeneß vor dessen Haftantritt erpresst zu haben. Im Mai 2014 schrieb er dem Ex-Präsidenten des FC Bayern und verurteilten Steuerhinterzieher einen Drohbrief und forderte 215 000 Euro. Andernfalls könne sich Hoeneß auf einen "unruhigen Haftverlauf" einstellen. In der Neuauflage des Prozesses bewertete das Gericht um Richter Rupert Heindl, der auch den Prozess gegen Hoeneß geleitet hatte, den schlechten Gesundheitszustand des Angeklagten als strafmildernd. Der Diabetiker sei besonders "haftempfindlich".

Hoeneß hatte die Drohung des Erpressers ernst genommen, aber nicht gezahlt. Beim Abholen der vermeintlichen Beute schnappte die Polizeifalle zu.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.