Landtag will Erwerb von Wohneigentum unterstützen
Wohnen am Land

Idyllisches Wohnen am Land wie hier in Neualbenreuth. Bild: Herda
Archiv
Bayern
06.10.2014
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Der Landtag will das Wohnen in den ländlichen Regionen attraktiver machen. Der Wirtschaftsausschuss verabschiedete dazu ein Antragspaket der CSU. Darin wird die Staatsregierung aufgefordert, im Rahmen der bestehenden Förderprogramme den Erwerb von Wohneigentum für Familien in innerörtlichen Lagen stärker zu unterstützen, mehr Hilfen für die Modernisierung von Wohnraum an weniger rentablen Standorten zu gewähren und auch für ein zeitgemäßes Angebot an Mietwohnungen zu sorgen.

Der CSU-Abgeordnete Alexander Flierl aus Schwandorf erklärte, auch außerhalb der Ballungsräume hätten die Menschen Anspruch auf zeitgemäß ausgestattete Wohnungen. Da sich solche Investitionen für Eigentümer oder Vermieter wegen des dort oft niedrigen Mietpreisniveaus aber nur langsam amortisieren würden, brauche es staatliche Anreize. Die Opposition begrüßte den Vorstoß, bemängelte aber, dass dafür keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. "Ich habe im Entwurf des Doppelhaushalts 2015/15 leider keine entsprechenden Gelder gefunden", klagte Klaus Adelt (SPD).

Nach Angaben von Jürgen Mistol (Grüne) werden in der Wohnraumförderung sogar 50 Millionen Euro gestrichen. "Unter diesen Voraussetzungen lassen sich die schönen Pläne nicht realisieren", sagte er. Eva Gottstein (Freie Wähler) sprach von "reinen Schaufensteranträgen", sollten sie finanziell nicht doch noch unterfüttert werden. Flierl wies die Kritik zurück. Für die Wohnraumförderung stünden künftig bayernweit 220 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. "Ich halte das für ausreichend, um auch diese Maßnahmen umzusetzen", erklärte er.
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