Lok-Brand legt Verkehr lahm

Ein brennender Inter-City (IC) der Deutschen Bahn (DB) blieb am Montag wenige hundert Meter vor dem Hauptbahnhof München liegen. Der Transformator der Lok hatte Feuer gefangen. Der Brand legte den Bahnverkehr am Hauptbahnhof komplett lahm. Bild: dpa
Archiv
Bayern
28.07.2015
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Mitten im Berufsverkehr brennt in der Nähe des Münchener Hauptbahnhofs ein Inter-City. Die 230 Passagiere werden zwar nicht verletzt, aber rund um den Bahn-Knoten geht lange nichts mehr. Viele Züge bleiben stehen, andere fallen aus, Zehntausende Fahrgäste sind betroffen.

Nach einem Brand in einer Intercity-Lokomotive in München ist es zu einem stundenlangen Bahnchaos in Bayern gekommen. Mitten im Berufsverkehr hatte die Lok am Montagmorgen kurz nach der Abfahrt vom Münchner Hauptbahnhof Feuer gefangen.

Lokführer im Krankenhaus

Der Inter-City 2300 (IC) nach Berlin war mit rund 230 Fahrgästen besetzt und musste auf der vielbefahrenen Strecke zum Bahnhof München-Pasing anhalten. Die Passagiere blieben unverletzt, allerdings kamen der Lokführer und ein Polizist mit leichten Rauchvergiftungen ins Krankenhaus, berichtete die Feuerwehr.

Der Brand legte über Stunden hinweg den kompletten Verkehr an dem Bahn-Knotenpunkt lahm - mit weitreichenden Folgen auch für Reisende in anderen Orten. Nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) mussten insgesamt mehr als 200 Züge wegen der Sperrung stehenbleiben oder fielen aus. Die Züge konnten den Hauptbahnhof nicht mehr erreichen oder verlassen. Wichtige Fernstrecken nach Nürnberg und Stuttgart waren ebenso betroffen wie der S-Bahn-Verkehr in der Landeshauptstadt. DB-Konzernbevollmächtigter Klaus-Dieter Josel sagte, dass die Sperrung den "denkbar schlechtesten Ort" getroffen habe. "Wir haben dort keine Art von Bypass."

Auch im Osten Probleme

Etwa drei Stunden nach dem Feuer wurden zunächst einige Regionalstrecken wieder freigegeben, die Fernverkehrsstrecken folgten knapp eine Stunde später. Am frühen Nachmittag normalisierte sich der Verkehr wieder. Allerdings kam es am Ostbahnhof zu einem weiteren Zwischenfall: Dort hatte ein Güterzug die Oberleitung heruntergerissen; weitere Züge mussten umgeleitet werden, sagte ein Bahnsprecher. "Heute kommt einiges zusammen in München", meinte er.

Nach Angaben der Feuerwehr hatte ein Transformator der Lok Feuer gefangen. Nach 30 Minuten war der Brand unter Kontrolle, gelöscht war er aber erst nach mehr als zwei Stunden. Die Fahrgäste konnten zunächst im Zug bleiben, später mussten sie in die hinteren Wagen umsteigen, die dann von einer Ersatz-Lokomotive in den Hauptbahnhof zurückgeschleppt wurden. Bahntechniker sollen nun die Ursache des Brandes ermitteln.
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