Mehr Geld für Bahnprojekt

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Bayern
14.10.2014
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Es ist neben dem Ausbau des Frankenschnellwegs das größte Infrastrukturprojekt, das in der Region Nürnberg diskutiert wird: die Stadt-Umland-Bahn. Um sie voranzubringen, hat der Freistaat seine Förderzusage erhöht. Doch die Belastung für die Kommunen bleibt weiter hoch.

Der Freistaat hat mehr Geld für den Bau der geplanten Stadt-Umland-Bahn (StUB) von Nürnberg über Erlangen nach Herzogenaurach zugesagt. Insgesamt stelle die Staatsregierung nach einer Aufstockung inzwischen rund 76 Millionen Euro an Fördermitteln in Aussicht, erläuterten Verkehrsminister Joachim Herrmann und Finanzminister Markus Söder (beide CSU) in einer gemeinsamen Erklärung am Montag in Erlangen. Der Eigenanteil der beteiligten Kommunen verringere sich damit auf 137 Millionen Euro.

Pendler profitieren

Die Stadt-Umland-Bahn soll den starken Verkehr zwischen Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach reduzieren. Besonders die zahlreichen Mitarbeiter der in Herzogenaurach ansässigen Großkonzerne Adidas, Puma und Schaeffler fahren zumeist mit dem Auto, weil die Stadt bislang nur per Bus an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen ist. Außerdem pendeln viele Studenten zwischen den beiden Hochschulstandorten Erlangen und Nürnberg hin und her.

Insgesamt soll das Großprojekt rund 365 Millionen Euro kosten. Nach jetzigem Stand würden der Bund davon 152 Millionen Euro übernehmen und der Freistaat 76 Millionen Euro beisteuern.

Die Städte Nürnberg und Erlangen sowie der Landkreis Erlangen-Höchstadt müssten dann ihrerseits noch rund 137 Millionen Euro aufbringen. Die beteiligten Kommunen hatten jedoch gehofft, dass die Förderung der Staatsregierung noch üppiger ausfällt.

Zweckverband geplant

Als nächster Schritt sollte dann ein Zweckverband für die Planung, den Bau und den Betrieb der Stadt-Umland-Bahn gegründet werden. Entsprechende Grundsatzbeschlüsse der beiden Stadträte und des Kreistages waren für den November ins Auge gefasst.
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