"Mehrsprachiges" Aufwachsen positiv für Kinder
Grundschüler sollen Mundart pflegen

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Bayern
05.11.2014
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Neben der Hochsprache sollten bayerische Schüler auch wieder vermehrt die Mundart pflegen. Dazu riefen der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) und der Förderverein Bairische Sprache und Dialekte (FBSD) am Dienstag in München auf. Je unbefangener und häufiger Kinder Dialekt reden dürften, desto reichhaltiger werde ihr Wortinventar und ihre Vorstellungskraft, betonte FBSD-Vorsitzender Horst Münzinger.

Das Verständnis für Sprachen und die gedankliche Vernetzungsfähigkeit über das Sprachliche hinaus würden durch die "bilinguale Ausbildung" positiv beeinflusst. BLLV-Präsident Klaus Wenzel rief die Lehrkräfte an Grundschulen dazu auf, im Unterricht die Wertigkeit des heimatlichen Dialekts, den regionalen Wortschaft und die damit verbundenen vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten zu vermitteln. Zugleich begrüßte er die Aktion des FBSD im Landkreis Berchtesgadener Land als "überaus sinnvolles Projekt".

Dort hatten alle Grundschulen ein Wörter-Ratespiel mit dem Titel "Woaßt as?" für Schüler bekommen. Der Dialekt leiste einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung und Förderung von Kulturgütern. Er dürfe deshalb nicht diskriminiert und stigmatisiert werden, betonte der BLLV-Präsident.

In der Bildungsdiskussion herrsche längst Einigkeit darüber, dass Mehrsprachigkeit, damit sei das Erlernen von Dialekt und Hochsprache gemeint, "die sprachliche, kognitive und auch die soziale Entwicklung" von Kindern positiv beeinflusse.
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