Missbrauch in Ettal: Priester muss mit Entlassung rechnen
Kloster entsetzt

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Bayern
28.02.2015
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Die Benediktinerabtei Ettal hat sich entsetzt über das späte Missbrauchs-Geständnis eines ihrer ehemaligen Präfekten und Religionslehrers geäußert. "Dass die Opfer über die erlittenen Übergriffe hinaus so viele Jahre auf Gerechtigkeit warten mussten und sogar einem langwierigen Verfahren ausgesetzt waren, erschüttert uns und tut uns zutiefst leid", erklärte Abt Barnabas.

Der angeklagte Pater (44) hatte bei Prozessbeginn sexuelle Handlungen an vier Internats-Schülern noch bestritten, sich aber am Donnerstag vor dem Münchner Landgericht während der Vernehmung eines Opfers überraschend entschuldigt und einen Deal für ein Geständnis - eine Bewährungsstrafe zwischen 21 und 24 Monaten - ausgehandelt. Sobald das Urteil vorliege, müsse er laut Kloster-Mitteilung mit seiner Entlassung aus dem Priesteramt rechnen: "Wir werden umgehend im Vatikan das kirchenrechtlich vorgesehene Verfahren einleiten." Schon seit 2010 dürfe er keine Seelsorgeaufgaben wahrnehmen.
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