Mörder von Bad Reichenhall verurteilt - Tat in der Nacht es WM-Siegs
Messerstecher muss 14 Jahre ins Gefängnis

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Bayern
10.07.2015
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Für die tödlichen Messerstiche auf einen Rentner und den Überfall auf eine Jugendliche in Bad Reichenhall muss ein Ex-Bundeswehrsoldat 14 Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Traunstein verurteilte den 21-Jährigen am Freitag nach dem Jugendstrafrecht wegen Mordes und schwerer Körperverletzung. Im Fall des Messerangriffs auf die 17-Jährige sah die Jugendkammer entgegen der Anklagebehörde keinen Mordversuch.

Zusätzlich nahm das Gericht in sein Urteil den Vorbehalt der Sicherungsverwahrung auf. Nach Verbüßung der Haft muss geprüft werden, ob der aus Morbach in Rheinland-Pfalz stammende Mann weiterhin eingesperrt bleibt. Außerdem verurteilte die Kammer den Angeklagten zu 175 000 Euro Schmerzensgeld an die junge Frau.

Der in Bad Reichenhall stationierte Soldat hatte den 72-Jährigen auf offener Straße erstochen und die 17-Jährige mit einem Kampfmesser der Bundeswehr schwerstens verletzt. Die Auszubildende ist seitdem auf einem Auge blind. Beide Taten geschahen in der Nacht zum 14. Juli 2014, als die deutsche Fußball-Nationalmannschaft Weltmeister wurde.
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