Mord an Mutter: Lebenslange Haft für Tochter

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Bayern
25.02.2015
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Das Münchener Schwurgericht hat am Dienstag eine Angeklagte wegen Mordes an ihrer Mutter zu lebenslanger Haft verurteilt. Die depressive Frau hatte im Februar 2014 das Opfer in dessen Wohnung mit einer Wäscheleine erdrosselt und danach fast zwei Wochen neben der Toten gelebt, wie die 41-Jährige gestand. Das Tatmotiv sei "nicht ganz klar geworden", sagte der Vorsitzende. Er ging von einem "Motivbündel" aus. Die Angeklagte sei durch ihr Unvermögen, das Leibgericht der Mutter auf den Tisch zu bringen, mit dem "Scheitern ihres Lebens konfrontiert" worden und habe sich geschämt. Dies sei kein niedriger Beweggrund, widersprach Richter Norbert Riedmann der Staatsanwaltschaft. Entgegen deren Antrag wurde die besondere Schwere der Schuld nicht festgestellt.
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