Mordfall von Bad Reichenhall: Verzicht auf Rechtsmittel
Urteil rechtskräftig

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Bayern
21.07.2015
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Das Urteil gegen einen ehemaligen Bundeswehrsoldaten wegen Mordes an einem Rentner in Bad Reichenhall ist rechtskräftig. Sowohl Staatsanwaltschaft und Nebenklage als auch Verteidigung verzichten auf Rechtsmittel. Eine Revision beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe scheidet damit aus, wie ein Sprecher des Landgerichts Traunstein am Montag bestätigte. Zunächst hatte der "Münchner Merkur" darüber berichtet.

Die Jugendkammer hatte den 21-Jährigen am 10. Juli wegen Mordes und schwerer Körperverletzung zu 14 Jahren Jugendhaft verurteilt. Zudem erkannte sie auf besondere Schwere der Schuld. Zusätzlich sprach das Gericht den Vorbehalt der Sicherungsverwahrung aus. Nach Verbüßung der Haftstrafe muss daher erneut geprüft werden, ob der aus Morbach in Rheinland-Pfalz stammende Täter auch weiterhin eingesperrt bleibt.

Reine Mordlust

Der in Bad Reichenhall stationierte Soldat hatte den 72-Jährigen vor einem Jahr auf offener Straße erstochen und kurz darauf eine 17-Jährige mit einem Kampfmesser der Bundeswehr lebensgefährlich verletzt. Die junge Frau ist seitdem auf dem linken Auge blind. Als Motiv gilt reine Mordlust. Beide Taten geschahen in der Nacht zum 14. Juli 2014, als die deutsche Fußball-Nationalmannschaft Weltmeister wurde.
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