Münchner Islamist wegen Terrors in Syrien verurteilt
Elf Jahre Haft

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Bayern
16.07.2015
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Ein junger Münchner muss wegen seiner Beteiligung am islamistischen Terror in Syrien elf Jahre in Haft. Das Oberlandesgericht München verurteilte den 27-Jährigen am Mittwoch wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, versuchten Mordes und Beihilfe zum versuchten Mord. Die Bundesanwaltschaft hatte eine Verurteilung wegen Mordes und eine Haftstrafe von dreizehneinhalb Jahren gefordert.

Der junge Mann war der erste Syrien-Rückkehrer, der wegen Mordes vor einem deutschen Gericht stand. Der 27-jährige Harun P. hatte gestanden, in einem islamistischen Terrorcamp ausgebildet worden zu sein. Er gab in dem Prozess zu, beim Sturm von Junud-al-Sham-Terroristen auf das Gefängnis von Aleppo eine Mörsergranate abgefeuert zu haben.

Der Sohn afghanischer Migranten hatte sich umfangreich zu den Vorwürfen geäußert und in anderen Prozessen gegen mutmaßliche Terroristen in Berlin und Düsseldorf ausgesagt. Dafür wird er inzwischen von Islamisten angefeindet, er gilt als Verräter. Wegen seiner Aussagebereitschaft einigte sich der Senat mit den Prozessbeteiligten auf einen Deal.
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