Mutmaßlicher Kindsmörder niedergestochen

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Bayern
15.01.2015
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Wenige Tage vor dem geplanten Prozessbeginn ist der mutmaßliche Mörder der zwölfjährigen Franziska im Gefängnis niedergestochen worden. Der 27-Jährige sei in der Untersuchungshaft in Kaisheim (Kreis Donau-Ries) von seinem Zellen-Mithäftling angegriffen worden, sagte am Mittwoch der Sprecher der Staatsanwaltschaft Augsburg, Matthias Nickolai.

Dabei habe der 31-Jährige, auch er Untersuchungshäftling, dem Angeklagten am Dienstag mehrere Stichverletzungen zugefügt. Nach unbestätigten Berichten soll der Zellengenosse mit einem Nagel auf ihn losgegangen sein und ihn massiv am Hals und im Kopfbereich verletzt haben. Das Motiv ist bisher unklar. Der 27-Jährige liege im Krankenhaus, die Verletzungen seien aber nicht lebensgefährlich. Laut Ingolstädter Landgericht ist es unwahrscheinlich, dass der Prozess um den Sexualmord wie geplant am Montag beginnen kann. Franziska war vor knapp einem Jahr entführt, sexuell missbraucht und erschlagen worden. An 18 Verhandlungstagen sollen mehr als 100 Zeugen vernommen werden.
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