Mutmaßlicher Messerstecher von Bad Reichenhall hatte offenbar Spiel als Vorbild
Grausamer Trophäensammler?

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Bayern
16.04.2015
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Der mutmaßliche Mörder eines Rentners aus Bad Reichenhall und Peiniger einer Jugendlichen hat seinen Opfern womöglich Gegenstände als eine Art Trophäe abgenommen. Im Prozess vor dem Landgericht Traunstein um den Mord an einem 72-Jährigen und den Mordversuch an einer 17-Jährigen kamen am Mittwoch ein Stück Stoff, das dem Getöteten aus dem Hemd geschnitten wurde, und ein Kosmetikspiegel der jungen Frau zur Sprache. Der Spiegel steckte in der Tasche jener blutverschmierten Hose, die im Spind des angeklagten Ex-Bundeswehrsoldaten gefunden wurde. Das Stoffteil ist verschwunden. Der zur Tatzeit 20-Jährige muss sich vor der Jugendkammer wegen Mordes und Mordversuchs verantworten - begangen in der Nacht zum 14. Juli 2014, als die deutschen Kicker Fußball-Weltmeister wurden. Der aus der Bundeswehr entlassene Mann aus Rheinland-Pfalz schweigt im Prozess. Womöglich lieferte für die Taten ein Computerspiel die Vorlage, mit dem sich der Angeklagte laut Zeugenaussagen in seiner Freizeit in der Kaserne in Bad Reichenhall intensiv beschäftigte. Dabei nehmen Täter den von ihnen erstochenen Opfern immer eine Art Souvenir ab. Bei dem Spiegel und dem Stoffteil könnte es sich um derartige Trophäen handeln.
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