"Mutterland" des Militärs

Im Kaisersaal der Münchener Residenz empfing Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Montagabend Soldatinnen und Soldaten von Bundeswehr und US-Armee. Am Redepult steht hier gerade Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Beide betonten die Bedeutung der Streitkräfte für den Freistaat. Bild: dpa
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Bayern
12.11.2014
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Auf dem traditionellen Empfang für Soldaten der Bundeswehr und der US-Armee in Bayern hat Horst Seehofer allen Streitkräften für den "Einsatz im Dienst von Frieden, Freiheit und Sicherheit" gedankt. Es gab aber auch kritische Worte.

Besonderes Lob erhielten die Einheiten der Bundeswehr, die im vergangenen Jahr bei der Bewältigung des Hochwassers an der Donau "Übermenschliches" geleistet hätten. Bei dem Empfang in der Münchner Residenz - zu dem auch Soldaten der Standorte Grafenwöhr, Amberg und Vilseck geladen waren - stellte sich auch der neue Kommandeur der US-Heeres in Europa, Generalleutnant Frederick B. Hodges, vor.

Frieden hat einen Preis

Seehofer erklärte, die Soldaten genössen in Bayern höchstes Ansehen. "Wir bekennen uns zu ihnen und werden auch in Zukunft alles dafür tun, dass sich die Soldaten in Bayern wohlfühlen", versicherte Seehofer. Bayern sei das "Mutterland der Bundeswehr" und seit jeher Gastgeber der US-Armee.

Für ihre Einsatzbereitschaft brauche die Bundeswehr eine "erstklassige Ausstattung". Seehofer: "Man kann Soldaten nicht an die Brennpunkte der Welt schicken, ohne ihnen dafür die beste und modernste Ausrüstung zur Verfügung zu stellen." Frieden und Sicherheit hätten ihren Preis.

Im Beisein zahlreicher hochrangiger Angehöriger der amerikanischen Streitkräfte bekannte sich Seehofer zur Sicherheitspartnerschaft mit den USA. Diese sei Bayern nicht nur politische Verpflichtung, sondern eine "Herzensangelegenheit". "Bei aller Dialogbereitschaft mit Moskau darf nie ein Zweifel daran bestehen, auf welcher Seite Bayern und Deutschland stehen - nämlich auf der Seite der westlichen demokratischen Wertegemeinschaft", betonte Seehofer.

In ihrer Gastrede dankte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) den in Bayern stationierten Soldaten für ihre Professionalität und Einsatzbereitschaft. "Ohne das tatkräftige Engagement der Bayern wären vieler Einsätze der Bundeswehr nicht denkbar", sagte die Ministerin.

Beste Beziehungen

Die USA bezeichnete von der Leyen als "wichtigsten strategischen Partner". Sie verwies auf die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Bundeswehr und US-Army, die in vielen gemeinsamen Einsätzen, aber auch Übungen an den Standorten Grafenwöhr und Hohenfels gewachsen seien. General Hodges äußerte sich stolz über die "herausragenden Beziehungen" der US-Armee zu ihrem wichtigsten Gastgeber in Europa. Bayern spiele dabei mit den Übungs- und Simulationseinrichtungen in Grafenwöhr und Hohenfels (Kreis Neumarkt) eine große Rolle. "In Bayern stationiert zu sein, ermöglicht uns, die Erledigung all unserer Aufgaben bestens vorzubereiten", sagte Hodges. Besonders hob er dabei die Gastfreundschaft der Bayern hervor.

"Während wir im Einsatz sind oder uns darauf vorbereiten, können wir sicher sein, dass unsere Angehörigen bei Ihnen in Bayern bestens aufgehoben sind."
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