Nach Camp-Verbot wegen Hochwassergefahr: G7-Gegner kündigen Klage an
Weg nach Elmau übers Gericht

Claus Schreer vom Aktionsbündnis "Stop G7 Elmau" zeigt bei einer Pressekonferenz eine Karte mit einer geplanten Demonstrationsroute. Gleichzeitig beklagten die Gegner eine Verhinderungstaktik der Behörden. Bild: dpa
Archiv
Bayern
28.05.2015
64
0
Die G7-Gegner vom Bündnis "Stop G7 Elmau" wollen ihr Protestcamp am Ortsrand von Garmisch-Partenkirchen und einen Sternmarsch zum Tagungsort Schloss Elmau gerichtlich durchsetzen. Eine Klage gegen die Ablehnung des Camps sei in Vorbereitung, teilten die Organisatoren am Mittwoch in München mit. Noch keinen Bescheid gibt es für den Sternmarsch. Mitorganisator Claus Schreer sagte: "Es wird uns furchtbar schwer gemacht. Sie wollen die Demonstrationen verhindern." Das Bündnis wolle den Marsch "mit allen Mitteln durchsetzen". Garmisch-Partenkirchen hatte das Protestcamp vor allem unter Hinweis auf den Hochwasserschutz abgelehnt. Die Gegner kritisierten das als politische Entscheidung. Die Überflutungsgefahr sei ein "vorgeschobenes Argument", sagte Benjamin Ruß von "Stop G7 Elmau". "Wenn Hochwasser in der Form eintritt, hat Garmisch ein ganz anderes Problem."

Sofern es eine legale Camp-Fläche gebe, beginne am Montag der Aufbau, kündigte Wuck Linhardt vom Aktionsbündnis an. "Ab Montag können Leute kommen." Örtliche Behörden, Polizei und Innenministerium warnten, gewaltbereite Gruppen könnten sich in Camps formieren, auch wenn die Mehrheit friedlich protestieren wolle. Erlaubt ist inzwischen die zentrale Demonstration am 6. Juni mit 5000 bis 10 000 Menschen über die Hauptstraße von Garmisch. Nach einer Abschlussrede der früheren Grünen-Spitzenpolitikerin Jutta Ditfurth ist ein Konzert geplant. Grünes Licht gab das Landratsamt unter Auflagen zudem für die Abschlussdemonstration am 8. Juni mit etwa 500 Teilnehmern sowie für Dauerkundgebungen vom 4. Juni bis 7. Juni tagsüber an den Bahnhöfen von Garmisch, Klais und Mittenwald.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.