Nach dem Kulmbacher Badunglück soll Obduktion mehr Klarheit bringen
Mindestens vom "Dreier"

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Bayern
28.07.2015
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Im Fall der beiden tödlich verunglückten Männer in einem Kulmbacher Freibad hat die Staatsanwaltschaft eine Obduktion angeordnet. Das teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken am Montag mit. Die Kriminalpolizei Bayreuth habe die Ermittlungen übernommen. "Wir gehen aber davon aus, dass in den nächsten Tagen noch keine belastbaren Ergebnisse zu erwarten sind - besonders was die Auswertung der Blutproben angeht", sagte der Polizeisprecher.

Die Obduktion solle helfen, den Unfallhergang zu klären. Bekannt ist bisher, dass sich die beiden Männer aus Bayreuth und Himmelkron in der Nacht zum Sonntag Zugang zum abgesperrten Teil des Kulmbacher Freibads verschafft hatten. Der dortige Sprungturm war aufgrund von Sanierungsbedarf geschlossen worden. Die Männer kletterten trotz abmontierter Leiter auf den Turm und sprangen in das leere Becken. Beide starben noch am Unfallort. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Sprung in das fünf Meter tiefe Becken mindestens vom Drei-Meter-Brett erfolgt sein muss. Außerdem fanden die Beamten am Unfallort die Oberbekleidung der beiden Männer. "Für uns ist das ein Indiz dafür, dass sie tatsächlich ins Wasser springen und sich abkühlen wollten", erklärte der Polizeisprecher.

Seitens der Stadt Kulmbach hieß es am Montagnachmittag, dass bei der Stilllegung des besagten Freibadteils zu Saisonbeginn umfangreiche Sicherungsmaßnahmen konzipiert und umgesetzt worden waren. So würden unter anderem die Zäune um das Areal regelmäßig kontrolliert. Dies sei auch am Abend vor dem Unfall der Fall gewesen. Das Bad soll an diesem Dienstag wieder öffnen.
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