Neun Jahre Haft: 54-jähriger Uffenheimer zündet nach Attacke Haus an
Frau die Treppe hinabgestoßen

Archiv
Bayern
13.01.2015
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Wegen versuchten Totschlags an seiner damaligen Lebensgefährtin und schwerer Brandstiftung ist ein Mann in Nürnberg am Montag zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte im April 2014 nach einem Streit seine Partnerin die Treppe hinuntergestoßen.

Als sie bewusstlos liegen blieb, versperrte der Mann aus Uffenheim die Kellertüre und versuchte, das Haus in Brand zu setzen. Die Frau erwachte jedoch und konnte sich durch eine Hintertüre retten.

Dem 54-Jährigen sei klar gewesen, dass die Frau durch den Brand zu Tode hätte kommen können, sagte der Vorsitzende Richter bei der Urteilsverkündung am Landgericht. Zur Feuerwehr hatte der Mann nach der Tat gesagt, es sei ihm "scheißegal" gewesen, wenn die 59-Jährige gestorben wäre. Die beiden hatten zuvor wegen eines nichtigen Themas gestritten. Die Frau hatte im Prozess berichtet, dass sich der Mann jedoch nicht beruhigen konnte. "Du bist ab heute tot", drohte er und randalierte im Haus. Der 54-Jährige war in der siebenjährigen Beziehung schon häufiger gewalttätig.

Ein Gutachter bestätigte, dass der Mann an einer Persönlichkeitsstörung leide. Das Gericht ordnete an, ihn deshalb in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen.
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