NKD-Prozess: Beide Parteien mit Urteil unzufrieden
Revision eingelegt

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Bayern
02.05.2015
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Sowohl Staatsanwaltschaft als auch die Verteidiger wollen das Urteil im Untreueprozess gegen einen früheren Manager der Textilkette NKD nicht akzeptieren. Beide haben Revision eingelegt, wie ein Justizsprecher in Hof sagte. Die Anwälte des Angeklagten hatten diesen Schritt bereits nach der Urteilsverkündung am Dienstag angekündigt. Der 38 Jahre alte Manager war zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Hof sah es als erwiesen an, dass er mit fingierten Rechnungen 3,7 Millionen Euro veruntreut hatte. Der Angeklagte selbst hatte erklärt, mit dem Geld geheime Preis- und Brancheninformationen bezahlt zu haben. Zudem sei er Opfer einer Intrige geworden. Seine Anwälte wollten einen Freispruch. Die Staatsanwaltschaft hatte neun Jahre Haft verlangt. Der 38-Jährige steht am Montag erneut in Hof vor Gericht - wegen versuchter Anstiftung zur Geiselnahme und zum Mord: Er soll aus der Untersuchungshaft heraus die Entführung eines Richters geplant haben.
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