Onkel gesteht Missbrauch

Der Angeklagte hat zum Prozessauftakt den sexuellen Missbrauch seiner Nichten und seines Großneffen eingeräumt. Bild: dpa
Archiv
Bayern
04.03.2015
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Die Schwestern wussten von der sexuellen Abart ihres Bruders. Er hatte vor vielen Jahren bereits Kinder missbraucht. Trotzdem durften die Nichten bei ihrem Onkel übernachten. Immer wieder verging er sich an ihnen. Jetzt steht er erneut vor Gericht.

Ein 47-Jähriger aus Niederbayern hat zugegeben, seine beiden minderjährigen Nichten und seinen Großneffen über mehrere Jahre sexuell missbraucht zu haben. Wegen schweren sexuellen Missbrauchs in 12 Fällen, Missbrauchs in 10 Fällen und 14 sexuellen Handlungen an Minderjährigen muss sich der Mann seit Dienstag vor dem Landgericht Passau verantworten.

"Ich räume alle Taten ein, ich möchte keine Aussagen der Opfer. Ich möchten ihnen kein weiteres Leid zufügen", sagte der Angeklagte zum Prozessbeginn. Zudem hatten die Ermittler bei ihm mehr als 1000 kinderpornografische Bilder und Filme sichergestellt.

Bereits 1998 war der Mann wegen Missbrauchs von Kindern zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Laut Anklage hatten trotzdem zwei seiner Schwestern erlaubt, dass deren Töchter bei dem Onkel übernachten durften. Nachts war es dann es zu den Übergriffen gekommen. Die Mädchen waren zu Beginn der Taten im Jahr 2001 neun Jahre alt.

Seit Oktober in Psychiatrie

Seinen Großneffen missbrauchte der Angeklagte im eigenen Elternhaus, in das der Mann nach Jahren wieder eingezogen war. Der Bub hatte sich im vergangenen Jahr seinen Eltern anvertraut. Im September wurde der 47-Jährige verhaftet und befindet sich seit Oktober in einer psychiatrischen Einrichtung.

Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt, das Urteil könnte am 19. März gesprochen werden. Die Staatsanwaltschaft strebt eine dauerhafte Unterbringung des Angeklagten in einer psychiatrischen Klinik an. Das Urteil ist für den 19. März geplant.
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