Online-Petition befeuert jahrzehntelange Debatte
"Elbphilharmonie auf Raten" in München

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Bayern
10.02.2015
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Die Kritik an der Münchner Konzertsaal-Entscheidung von bayerischer Staatsregierung und Stadtspitze reißt nicht ab. Bis zum Montagmittag unterschrieben mehr als 16 000 Menschen eine Online-Petition für den Bau eines neuen Konzertsaals im Finanzgarten, davon etwa 7000 aus München.

"Wir fordern den Bau eines neuen Konzert- und Kulturzentrums in München anstelle der beschlossenen Komplettsanierung und Umbau des Gasteigs", heißt es auf Internet-Seite. Die Münchner Pianistin Valentina Babor hatte die Petition am Mittwoch ins Netz gestellt. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatten sich geeinigt, keinen Neubau zu planen, sondern das für seine schlechte Akustik berüchtigte Kulturzentrum am Gasteig umzubauen.

Karlheinz Müller, der als einer der renommiertesten Fachmänner für Bau- und Raumakustik gilt, befürchtet ein Debakel beim geplanten Totalumbau der Philharmonie. Es gebe beim "Bauen im Bestand" viele Unwägbarkeiten. "Der Worst-Case würde eintreten, wenn man erst während des Umbaus merkt, dass es doch nicht ohne einen Totalabriss geht", sagte er. "Dann explodieren die Kosten. Schlimmstenfalls bekommen wir eine Elbphilharmonie auf Raten."
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