Planung für Suedlink-Stromtrasse: Bundesnetzagentur fordert weitere Angaben
Tennet muss nacharbeiten

Während Amprion noch keinen Antrag auf Planung seiner Hochspannungsleitung zwischen Mitteldeutschland und Schwaben eingereicht hat, muss Tennet Unterlagen nachliefern. Bild: dpa
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Bayern
20.02.2015
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(dpa/räd) Neuer Ärger um die Stromautobahn Suedlink: Der Stromnetzbetreiber Tennet muss seine Unterlagen für die geplante 800 Kilometer lange Windstrom-Trasse zwischen der Elbmündung in Schleswig-Holstein und dem unterfränkischen Grafenrheinfeld auf Wunsch der Bundesnetzagentur nachbessern. Ein Sprecher der Aufsichtsbehörde bemängelte am Donnerstag, in den vorgelegten Unterlagen auf Antrag zur Bundesfachplanung sei die Herleitung des vorgeschlagenen Trassenkorridors nicht nachvollziehbar. Für die geplante "Gleichstrompassage Süd-Ost" zwischen Lauchstädt und Meitingen hat dessen künftiger Betreiber Amprion noch keinen vergleichbaren Antrag bei der Bundesnetzagentur gestellt, sagte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage unserer Zeitung.

Der Sprecher Netzagentur bestätigte einen Bericht der "Nürnberger Nachrichten". Laut der Zeitung hat die Bundesnetzagentur bemängelt, Tennet habe viele öffentliche und private Interessen zusammengefasst. Es müsse aber "erkennbar werden, aufgrund welcher Belange Korridore entweder für das Verfahren vorgeschlagen werden oder nicht ernsthaft in Betracht kommen". Zudem müssten Umweltfolgen deutlicher dargestellt werden.

Die Aufsichtsbehörde greift damit nach eigenen Angaben auch Kritik aus den betroffenen Regionen auf. Der Sprecher betonte allerdings gleichzeitig, derartige Nachfragen seien nicht ungewöhnlich. Die Behörde rechne damit, dass Tennet bereits in den nächsten Monaten einen überarbeiteten Antrag vorlegen werde, und das formelle Verfahren im Sommer eröffnet werden könne.
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