Polizist schießt gewalttätigen Psychiatriepatienten nieder
Attacke mit Glasscherben

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Bayern
12.11.2014
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Ein gewalttätiger Psychiatriepatient ist im Klinikum Haar bei München von einem Polizeibeamten angeschossen worden. Die Klinik habe in der Nacht zum Dienstag die Polizei zu Hilfe gerufen, nachdem der Mann einen Selbstmordversuch mit Glasscherben unternommen hatte, sagte der leitende Kriminaldirektor am Dienstag.

Nicht aufzuhalten

Die Beamten hätten versucht, mit dem 41-Jährigen ins Gespräch zu kommen. Der Mann, der sich einige Tage zuvor freiwillig in das Bezirkskrankenhaus begeben hatte, sei dann plötzlich mit einer abgebrochenen Flasche und einer Scherbe aus einem zertrümmerten Bild auf die Polizisten losgegangen. Die Beamten hätten zwei Mal gedroht, zu schießen - doch der Mann sei nicht zu stoppen gewesen. Ein Hauptkommissar habe gefeuert, als der Mann weniger als vier Meter vor ihm war.

Schon früher weggesperrt

Der Patient wurde im Bauch getroffen. Nach einer Operation sei er in kritischem, aber stabilem Zustand. Die Staatsanwaltschaft und Polizei untersuchen den Fall, doch gibt es kein Ermittlungsverfahren gegen den Beamten. Der Mann, der aus Indien eingereist war und eine Aufenthaltsgenehmigung hatte, hatte sich mit der Flasche und einer Scherbe schwere Verletzungen am Hals und Kopf zugefügt. Der 41-Jährige war vor etwa zehn Jahren bereits wegen versuchten Totschlags in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht worden.
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