Prinz von Anhalt muss 60 000 Euro Strafe zahlen
Staatsanwalt beleidigt

Archiv
Bayern
09.07.2015
0
0
Wegen Beleidigung eines Staatsanwalts ist Marcus Prinz von Anhalt zu einer Geldstrafe von 60 000 Euro verurteilt worden. Das Amtsgericht Augsburg sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass der wegen eines Steuerverfahrens in Untersuchungshaft sitzende Nachtclubbesitzer den Staatsanwalt in einem Brief beleidigt hatte.

Der aus Pforzheim stammende Bordellbesitzer hatte den Staatsanwalt in dem Brief als "dümmsten Staatsanwalt der Welt, der schielt, zu klein ist und gerne George Clooney wäre, aber voll ist mit Komplexen" bezeichnet. Briefe von Häftlingen werden routinemäßig von der Justiz kontrolliert, weswegen der Passus bekannt wurde.

Das Amtsgericht hatte daraufhin wegen Beleidigung zunächst einen Strafbefehl über 60 000 Euro erlassen, gegen den der 48-Jährige aber vorging. Deswegen kam es nun zum Prozess. Die Verteidigung berief sich auf die Meinungsfreiheit und forderte Freispruch. Dem folgte das Gericht nicht und verhängte 60 Tagessätze zu je 1000 Euro.
Weitere Beiträge zu den Themen: Themen des Tages (14863)Augsburg (344)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.