Residenztheater und Suhrkamp schließen Vergleich
Zwei "Baal"-Aufführungen

Die Schauspieler (von links) Jürgen Stössinger, Aurel Manthei, Katharina Pichler und Bibiana Beglau bei einer Probenszene des Bertolt-Brecht-Stücks "Baal" im Residenztheater in München. Bild: dpa
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Bayern
19.02.2015
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Die umstrittene Münchener "Baal"-Inszenierung von Frank Castorf (63) darf nur noch zweimal gezeigt werden. Darauf einigten sich der Suhrkamp-Verlag als Vertreter der Brecht-Erben und das Residenztheater am Mittwoch vor dem Münchner Landgericht. Der Vergleich wurde nach sechseinhalb Stunden Verhandlung am späten Abend erzielt. Die Aufführungen am 28. Februar in München und im Mai beim Theatertreffen in Berlin finden noch statt; alle weiteren geplanten Aufführungen entfallen. Das Münchener Residenztheater verpflichtete sich, eine entsprechende Unterlassungserklärung zu unterzeichnen.

Als Vertreter von Brechts Erben hatte Suhrkamp beim Landgericht München eine einstweilige Verfügung gegen die Inszenierung am Residenztheater beantragt. Bei Castorfs Interpretation handele es sich um eine "nicht autorisierte Bearbeitung des Stückes". Der Regisseur, Intendant der Berliner Volksbühne, hat dem "Baal" in seiner Inszenierung zahlreiche Fremdtexte hinzugefügt.
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