Riad-Reise: Bayern-Vorstand Rummenigge räumt Fehler ein
Kommerz vor Ethik?

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Bayern
22.01.2015
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Nach harscher Kritik von allen Seiten wegen seiner umstrittenen Testspielreise nach Saudi-Arabien hat der FC Bayern München Fehler eingeräumt. In einem kurzen Statement stellte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Mittwoch klar, dass es besser gewesen wäre, die Menschenrechtsproblematik "im Rahmen unseres Spieles in Saudi-Arabien deutlich anzusprechen".

Der frühere Nationalspieler nahm sich und seinen Verein für die Zukunft in die Pflicht. "Natürlich tragen am Ende alle, also auch wir, dafür Verantwortung, dass Menschenrechte eingehalten werden", schrieb er. Der Bayern-Ausflug nach Riad am Wochenende zog nicht nur Kritik aus der deutschen Politik nach sich. Auch der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger griff die Münchner harsch an. "Ich weiß schon länger, dass bei den Bayern Kommerz Ethik schlägt und sich im Zweifel auf die Seite des Geldbeutels gestellt wird", sagte Zwanziger.

FC Bayern registriert Kritik

Rummenigge erklärte, "diverse kritische Kommentierungen" zur Kenntnis genommen zu haben. Das Team hatte am Samstag ein Freundschaftsspiel in Riad gegen Al-Hilal ausgetragen. Dem Königreich werden international zahlreiche Menschenrechtsverstöße vorgeworfen. Gerade sorgt der Umgang mit dem Blogger Raif Badawi für Proteste. "Der FC Bayern München als Verein verurteilt jede Form von grausamer Bestrafung, die nicht im Einklang mit den Menschenrechten steht", schrieb Rummenigge dazu.
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