Rote Karte für "Julia Pink"

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Bayern
22.04.2015
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Reinhard Künzl hatte es mehrfach versucht. Eine Einigung sei eine für "beide Seiten gesichtswahrende" Lösung, sie wäre sachgerecht, sagte der Vorsitzende Richter am Landesarbeitsgericht München. Die sechste Kammer hatte am Dienstag zu urteilen, ob die Diakonie Neuendettelsau eine mehr als 15 Jahre dort beanstandungslos beschäftigte Erzieherin wegen ihrer Freizeitbeschäftigung kündigen darf. Das Sozialwerk darf, entschied das Gericht und bestätigte das Urteil des Arbeitsgerichts in Augsburg. Denn die Erzieherin dreht unter dem Pseudonym "Julia Pink" Pornofilme und stellt sie ins Internet. Richter Künzl wollte von der Einrichtungsleiterin auch wissen, woher die Informationen über diese Nebentätigkeit kam. "Ein Bekannter eines Mitarbeiters hatte das entdeckt", erzählte sie. "Ich verstehe, Mitarbeiter der Diakonie schauen solche Filme also nicht", kommentierte der Richter. Eine Berufung ließ das Gericht nicht zu.
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