Schaden in Millionenhöhe

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Bayern
16.05.2015
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Nach dem Tornado in der Region Augsburg wird das Ausmaß der Verwüstungen deutlich. Allein im Kreis Aichach-Friedberg entstand ein Schaden von rund 40 Millionen Euro. Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist groß, viele Freiwillige helfen beim Aufräumen.

Die vom Tornado verursachten Schäden im besonders betroffenen Landkreis Aichach-Friedberg belaufen sich auf mindestens 40 Millionen Euro. Dies sagte Landrat Klaus Metzger (CSU) am Freitag in Affing. Der Sturm fegte mit bis zu 250 Stundenkilometern durch die Region. Er beschädigte in der Nacht zum Donnerstag rund 180 Gebäude. Auch im benachbarten Kreis Augsburg, dort speziell in Stettenhofen, richtete das Unwetter schwere Schäden an und verwüstete viele Häuser. Die Versicherungskammer Bayern spricht von insgesamt etwa 230 beschädigten Häusern und rechnet ebenfalls mit einem höheren Millionenschaden. Eine Bilanz will die Versicherung in der kommenden Woche vorlegen.

Angesichts der Windgeschwindigkeit von 250 Stundenkilometern könne man "schon ziemlich gesichert von einem Tornado sprechen", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. Grundsätzlich kommen Tornados auch in heimischen Regionen immer wieder vor. Jährlich zählten Meteorologen etwa 20 bis 40 solcher Wirbelstürme in Deutschland, sagte ein Experte des weltgrößten Rückversicherers Munich Re. Damit seien sie keine sehr ungewöhnliche Erscheinung.

Viele freiwillige Helfer

Dutzende Menschen mussten wegen der Schäden im Großraum Augsburg ihre Wohnungen verlassen, es gab mehrere Leichtverletzte. Die meisten, deren Häuser unbewohnbar wurden, sind mittlerweile bei Nachbarn oder Verwandten untergekommen. Die Hilfsbereitschaft war auch am Freitag ungebrochen groß. Für die Aufräumarbeiten waren neben den professionellen Helfern erneut Hunderte Freiwillige in die verwüstete Gemeinde Affing gekommen.

Mehr als 100 Baufirmen und Handwerker wie Zimmerer oder Elektriker waren dem Aufruf der Kreisbehörde in Aichach gefolgt, kurzfristig Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen. Ein Großteil der beschädigten Häuser im Landkreis konnte daher bis Freitag notdürftig abgedeckt werden, so dass der Regen keinen weiteren Schaden anrichten konnte. Zwölf Häuser wurden als vorläufig unbewohnbar eingestuft. An zwei Schulen in Aichach fiel am Freitag der Unterricht aus.
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