Schneizlreuth: Sechs Opfer starben an Rauchvergiftungen - Identifikation dauert an
Brandursache weiter unklar

Der Schaden am umgebauten Bauernhaus beträgt nach Schätzungen mindestens 600 000 Euro. Bild: dpa
Archiv
Bayern
27.05.2015
38
0
Nach der Brandkatastrophe mit sechs Toten und sieben Schwerverletzten im oberbayerischen Schneizlreuth will der Passauer Bischof Stefan Oster am 15. Juni einen Trauergottesdienst abhalten. In einem ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Georg in Arnstorf werde der Opfer gedacht, teilte das Bistum am Dienstag mit. Bei den Todesopfern, Männern zwischen 30 und 40 Jahren, handelt es sich um Mitarbeiter der Lindner Group in Arnstorf.

"Es ist zutiefst erschütternd, wenn sich ein solches Unglück ereignet, bei dem jüngere Menschen, von denen auch einige Verantwortung für eine Familie tragen, ums Leben kommen", sagte Oster. Auch Arnstorf trauert um die Opfer. "Es ist eine tiefe Betroffenheit in der Gemeinde zu spüren", sagte Bürgermeister Alfons Sittinger (CSU) am Dienstag. Lindner sei der größte Arbeitgeber im Ort, fast jede Familie habe einen Bezug zu der Firma. "Das Mitgefühl ist groß", betonte Sittinger.

Zum 50-jährigen Bestehen der Lindner Group war ein Team-Event mit 66 Mitarbeitern geplant: Rafting, Kanufahren, um kurz dem Alltag im Betrieb entfliehen. Dann brach in dem umgebauten Bauernhof aus dem Jahr 1541 ein Feuer aus, überraschte die Gäste im Schlaf. Sechs Menschen starben an Rauchvergiftungen. Die Obduktionen sind abgeschlossen, die DNA-Untersuchungen zur Identifikation dauern an.

Zur Brandursache gab es am Dienstag noch keine neuen Erkenntnisse. Ein technischer Defekt sei weiterhin nicht auszuschließen, sagte eine Polizeisprecherin. Es gebe keine Hinweise auf Brandstiftung.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.