Schwangere liegt tot in Garage

Vor dem verrosteten Tor einer Garage in Großostheim-Ringheim bei Aschaffenburg markiert ein Blumenstrauß den Ort, an dem am frühen Samstagmorgen die Leiche einer vermissten schwangeren Frau (24) aus Aschaffenburg gefunden wurde. Die Ermittler gehen von einem Gewaltverbrechen aus. Bild: dpa
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Bayern
18.05.2015
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Tagelang hatte die Polizei nach der vermissten Rebecca gesucht. Am Samstag finden sie die Leiche der hochschwangeren 24-Jährigen. Die Frau wurde gewaltsam getötet. Zwei Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft. In Aschaffenburg nehmen die Menschen Abschied.

Eine seit Tagen vermisste junge Frau aus Aschaffenburg ist tot. Die Ermittler gehen von einem Gewaltverbrechen aus, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Kripobeamte hatten am frühen Samstagmorgen die Leiche der 24-Jährigen entdeckt. Kurz zuvor hatten die Ermittler nach einem Zeugenhinweis zwei 25 und 31 Jahre alte Tatverdächtige im Landkreis Aschaffenburg gefasst.

"Weitgehend geständig"

Am Sonntag wurden die Männer einer Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt. Die mutmaßlichen Täter waren "weitgehend geständig", wie die Polizei mitteilte. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ die Richterin gegen den 31-Jährigen Haftbefehl wegen Verdachts des Mordes und Abbruchs der Schwangerschaft in einem besonders schweren Fall. Gegen den 25-Jährigen wurde Haftbefehl wegen Beihilfe hierzu erlassen. Die 24-Jährige Rebecca galt seit Mittwoch als vermisst.

Polizei, Rettungskräfte und Feuerwehr hatten mit großem Aufwand nach der jungen Frau gesucht. Unter anderem waren auch Taucher im Einsatz, die ein nahes Gewässer absuchten. Die Sonderkommission "Rebecca" ging zahlreichen Hinweisen nach. Am Samstag entdeckten Kripobeamte die Leiche der 24-Jährigen schließlich in einem Industriegebiet. Nach Angaben der "Bild am Sonntag" lag die Tote in einer Garage.

Große Trauerfeier

Eine Obduktion des Leichnams soll Aufschluss über die Ursache und Zeitpunkt des Todes geben. Auf dem Volksfestplatz in Aschaffenburg hatten am Samstagabend mehrere hundert Menschen bei einer Trauerfeier Abschied von der 24 Jahre alte Rebecca genommen.

Die Familie des Opfers hatte Medienvertreter gebeten, keine Fotos von der Veranstaltung zu machen.
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